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Spielberichte Herbst 2010

 

ASKÖ Stinatz : ASKÖ KOHFIDISCH
15.08.2010

 
Ergebnis: 0 : 5 (0 : 1)
 
Spielbericht

Nach zwei Pflichtspielniederlagen (Cup-Quali in Stegersbach 0:1, 1. Meisterschaftsspiel in Parndorf gegen die 1b- Mannschaft 1:4) musste der ASKÖ Kohfidisch abermals auswärts antreten und trotzdem versuchen, endlich zu einem Erfolgserlebnis zu kommen. Zumindest aus zwei Gründen war allerdings Skepsis angebracht, ob das auch gelingen würde: Einerseits wurde Gegner Stinatz vor Meisterschaftsstart als möglicher Geheimfavorit auf den Meistertitel gehandelt, andrerseits musste Kohfidisch angesichts der Hochzeit von Joachim Moricz am Vortag nicht nur auf den Jungehemann verzichten, sondern auch auf Hochzeitsgast Sascha Krutzler. Doch im Fußball kommt oft alles anders, als man glaubt - und das macht diesen Sport ja erst so interessant. Die Heimmannschaft, nach dem vorwöchigen 1:4 in Eberau selber ein wenig unter Druck geraten, begann das Match zwar mit elf Mann, verlor aber bereits in Minute vier ihren "Brasilianer" - Pinheiro wurde nämlich nach einem bösen Foul, das völlig zu Recht mit Geld geahndet wurde, mit Gelb-Rot ausgeschlossen, weil er die Entscheidung des Schiedsrichters in sehr provokanter Art auch noch beklatschte! Eine mehr als folgenschwere Dummheit, wie sich noch herausstellen sollte! Stinatz, nunmehr nur noch zu zehnt, zog sich auf dem tiefen Boden sehr weit zurück und wartete auf mögliche Konterchancen. Die Gäste aus Kohfidisch wirkten anfangs trotz numerischer Überlegenheit aber auch einigermaßen verunsichert, versuchten es zu oft mit weiten oder ungenauen Bällen und fanden nicht wirklich ins Spiel, das fast 40 Minuten lang ohne Höherpunkte eher nur dahinplätscherte. Doch zumindest ließen sich die Gäste nicht zu einer kopflosen Anstürmerei hinreißen, sondern warteten geduldig auf ihre Chance. Und die bot sich knapp vor der Pause, als der für den verletzten Michael Wölfer eingewechselte Jürgen Löffler einen Freistoßball so geschickt in den Strafraum zirkelte, dass Philipp Schuch, der schon in Parndorf getroffen hatte, den Ball über die Linie befördern konnte - und zwar diesmal mit dem Fuß und nicht wie üblich per Kopf (44.). So lange es bis zur Kohfidischer Führung auch gedauert hatte, sie war nicht unverdient und hätte schon wenige Augenblicke später noch entscheidend ausgebaut werden können, als Franz Weber alleine auf Torhüter Letnik zulief, den Ball aber nicht an diesem vorbeibrachte. So lebten die Chancen der heimischen Stinatzer zur Pause also noch. Doch nach dem Wechsel ging es dann Schlag auf Schlag. Mit der Führung im Rücken besann sich Kohfidisch nun nämlich seiner spielerischen Qualitäten und spielte Chance und Chance heraus. Aber auch die nötigen Tore fielen jetzt. Michael Thek zog in Minute 57 aus 20 Metern ab und traf genau ins linke untere Eck. Rene Nebl wurde fünf Minuten später von Jürgen Löffler ideal per Außenristpass bedient, auch er ließ Letnik keine Chance. Weitere vier Minuten später trug sich Jürgen Löffler nach herrlicher Kombination über rechts selber in die Schützenliste ein, er brauchte aus kurzer Distanz nur mehr einzudrücken. Und beim 0:5 in Minute 75 war es wieder Michael Thek, der ein Zuspiel von Jürgen Löffler unhaltbar verwertete. Zu diesem Zeitpunkt hatte Stinatz die Partie längst aufgegeben und schwächte sich durch interne Reibereien noch mehr, sodass es sich Kohfidisch leisten konnte, weitere junge Spieler einzuwechseln und trotzdem das Match klar zu beherrschen. Allerdings wurde man ein wenig sorglos, und so kam Stinatz just zu einem Zeitpunkt zur einzigen hundertprozentigen Torchance in 90 Minuten, als mit Pejic nach schwerem Foul und gerechtfertigter roter Karte noch ein weiterer heimischer Akteur ausgeschlossen worden war (83.) - doch auch diese einzige Möglichkeit wurde vergeben. So blieb es beim 5:0-Kantersieg für Kohfidisch, ein Erfolg, der auch in dieser Höhe durchaus dem Spielverlauf entsprach - zu dem aber Disziplinslosigkeiten seitens der Heimmannschaft maßgeblich beigetragen hatten. Dennoch Gratulation, auswärts muss man erst einmal fünf Tore schießen - aber gleichzeitig ist volle Konzentration auf die nächsten Aufgaben nötig.
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ASKÖ KOHFIDISCH : SV Oberwart
21.08.2010

 
Ergebnis: 2 : 1 (0 : 1)
 
Spielbericht

Das Bezirksderby zwischen Kohfidisch und Oberwart war zwar vielleicht nicht der von den Fans erhoffte fußballerische Leckerbissen, aber ein 90 Minuten lang äußerst intensiv geführtes und bis zum Schluss spannendes Match. Die Gäste konnten den besseren Start für sich verbuchen, übernahmen anfangs das Kommando und versuchten, durch sehr frühes Attackieren jeden Spielaufbau von Kohfidisch sofort im Keim zu ersticken, was auch durchaus gelang. Selber agierte Oberwart mit schnellen, weiten Vorlagen auf die Spitzen Farkas und Kozmor, und zumindest in der Startphase tat sich Kohfidisch schwer, sich auf das aggressive Spiel der Gäste einzustellen. So war das 1:0 für Oberwart in der 13. Spielminute fast die logische Folge: Bei einem Angriff über rechts wurde in der Mitte Farkas freigespielt, dessen erster Schussversuch noch an der Querlatte landete, den Abpraller, den er noch einmal vor die Füße bekam, verwertete der Oberwarter Kapitän dann aber aus etwas mehr als 10 Metern Entfernung. In dieser Situation wirkte die sonst gute Kohfidischer Abwehr wie gelähmt, man sah geschlossen in Ehrfurcht zu, wie der Ball noch einmal beim freistehenden Farkas landete und wie dieser dann einnetzte. Scheinbar wirkte dieser Gegentreffer wie ein Weckruf, denn gleich im Gegenstoß jubelte Kohfidisch über den Ausgleich - der äußerst spielfreudige und kaum zu haltende Franz Weber, der diesmal auf der rechten Außenbahn zum Einsatz kam, setzte sich gekonnt durch, seinen Pass zur Mitte verwertete Rene Nebl. Sehr zum Ärger der Kohfidischer Spieler und Fans wurde dem Treffer aber nach Intervention des Schiedsrichterassistenten die Anerkennung verwehrt, es blieb bei der knappen Oberwarter Führung. Diese hätte Torschütze Farkas Mitte der ersten Halbzeit aus erneut aussichtsreicher Position sogar noch erhöhen können, bei dieser zweiten Chance hob er den Ball aber über das Kohfidischer Gehäuse. Und wenig später streifte ein Schuss von Schwarz haarscharf am langen Eck vorbei. Aber auch Kohfidisch kam im Laufe der verbleibenden ersten Halbzeit zu Chancen, doch Tor gelang keines, und auch das Spiel wollte nicht so recht ins Laufen kommen. Einerseits, weil auf beiden Seiten auf Grund der sehr intensiv geführten Zweikämpfe immer wieder Fouls passierten, die den Spielfluss immer wieder unterbrachen; andrerseits, weil es Kohfidisch zu oft mit weiten Bällen versuchte und zu wenig mit gezieltem Spielaufbau probierte. Nach dem Seitenwechsel erwischte Oberwart zwar wieder den besseren Start, und abermals war es Farkas, der nach tollem Pass von Kerschbaumer auf Kozmor von diesem am Sechzehner vollkommen freigespielt wurde, seinen Schuss aber zu unplatziert mitten aufs Tor setzte, Rene Wagner konnte halten. Doch dann übernahm Kohfidisch mehr und mehr das Kommando, und in Minute 58 wurden die Bemühungen der Heimmannschaft auch belohnt: Über links wurde eine gute Flanke zur Mitte geschlagen, Nikica Srpak verlängerte per Kopf und Franz Weber war zur Stelle, aus kurzer Distanz drückte er den Ball über die Linie. Auch in weiterer Folge blieb Kohfidisch am Drücker, war gefährlicher und einem zweiten Tor jetzt näher. Doch lange Zeit erwies sich Kirnbauer im Tor der Gäste als unüberwindbar in den Duellen gegen die Kohfidischer Angreifer. Es dauerte bis zur 83. Minute, ehe der erst kurz davor eingewechselte Dominik Szendi einen Freistoß aus 35 Metern derart auf das Tor donnerte, dass Kirnbauer den Ball nur wegschlagen konnte, und Nikica Srpak den Abpraller genau ins Kreuzeck zum viel umjubelten Führungstreffer einschoss. Oberwart warf noch einmal alles nach vorne, doch die beste Chance in den verbleibenden Minuten fand Kohfidisch vor: Nikica Srpak spielte den ebenfalls eingewechselten Matthias Dürnbeck frei, doch der konnte den leicht aufspringenden Ball aus kurzer Distanz leider nicht im Gästetor unterbringen. So blieb es beim knappen, aber nicht unverdienten Heimerfolg. Gratulation an Trainer und Mannschaft vor allem für die tolle Moral und den beachtlichen Kampfgeist, der an diesem Abend zum Erfolg führte - und hoffentlich auch bei den kommenden Aufgaben zum Markenzeichen der Kohfidischer Mannschaft wird.
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